BZ: Müllheim soll auf dem Pfunder-Areal ein Dienstleistungs- und Gastronomiezentrum bekommen

Magnet Müllheim Stand August 2017

Entsprechende Pläne hat die Auggener Baugruppe Pebako jetzt öffentlich gemacht. Parallel dazu plant Pebako den Bau von drei Mehrfamilienwohnhäusern an der Hauptstraße in der Unterstadt.

MÜLLHEIM. In Müllheim kündigt sich eine weitere wichtige städtebauliche Veränderung an. Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses Pfunder, gegenüber der Mediathek zwischen Nußbaumallee und Schwarzwaldstraße gelegen, soll ein Dienstleistungs- und Gastronomiezentrum entstehen. Entsprechende Pläne hat die Auggener Baugruppe Pebako jetzt öffentlich gemacht. Parallel dazu plant Pebako den Bau von drei Mehrfamilienwohnhäusern an der Hauptstraße in der Unterstadt.
Über die Zukunft des bereits seit geraumer Zeit brachliegenden Pfunder-Areals wurde schon länger gerätselt. Das Gelände liegt aus städtebaulicher Sicht sehr interessant an einer der Hauptverkehrsachsen Müllheims, der Schwarzwaldstraße, umgeben von Finanzamt, Mediathek und den meisten Müllheimer Schulen. Auch zum Rathaus und anderen Behörden sind es nur wenige Schritte.

Vor allem diese Lage dürfte es denn auch sein, die die Entwicklung des Areals für die Pebako-Gruppe interessant macht. Selbstbewusst hat sie das Projekt „Magnet Müllheim“ getauft – es soll ein neuer Anziehungspunkt zusätzlich zu den bisherigen Hauptachsen Werder-, Wilhelm- und Hauptstraße werden. Auf dem rund 2260 Quadratmeter großen Pfunder-Areal soll ein Gebäude entstehen, „das Raum für eine weitgefächert Palette an Dienstleistungen bietet – wie zum Beispiel Praxen, Büros, Fitnessanbieter, Kanzleien und mehr“, heißt es in einer Pressemitteilung von Pebako. In den Flächen im Erdgeschossbereich soll Gastronomie angesiedelt werden – dabei hat man vor allem die potenzielle Kundschaft aus den umliegenden Schulen und Ämtern im Auge. Um keine ebenerdigen Flächen für Parkplätze zu verlieren, wird an eine mindestens zweistöckige Tiefgarage gedacht.

Insgesamt befindet sich das Projekt allerdings noch in einer sehr frühen Phase. Die Abrissgenehmigung für die bisherigen Gebäude liegt vor. Derzeit, so heißt es vonseiten Pebako, laufen intensive Gespräche mit Stadtplanern und dem Müllheimer Rathaus, um die Planungen voranzutreiben. Über Dimensionierung und Aussehen des neuen Gebäudekomplexes lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt noch nichts sagen. Allerdings: „Uns ist sehr wichtig, dass wir die Stadt in unsere Überlegungen miteinbeziehen“, sagt Pia Seuser, zuständig für das Marketing bei Pebako.

Das bestätigt Günter Danksin, Beigeordneter im Müllheimer Rathaus: „Wir begrüßen die geplante Entwicklung durch die Firma Pebako. Die Planungen erfolgen in enger Abstimmung mit der Stadt, insbesondere bei allen städtebaulichen Aspekten. Gerade durch die Nähe zu den Schulen und Behörden und durch die exponierte Lage an der Schwarzwaldstraße sind wir als Stadt sehr an einem für diesen Standort passenden Konzept interessiert und sind sicher, dass wir hier gemeinsam mit dem Bauträger und den Planern zu einem guten Ergebnis kommen werden.“ Pebako-Chef Paul Peters kennt die Situation vor Ort wie seine Westentasche: Er ist ist Müllheimer und besuchte das Technische Gymnasium in direkter Nachbarschaft zum Pfunder-Areal. Im Herbst soll das Konzept so weit gediehen sein, dass es dem Müllheimer Gemeinderat vorgestellt werden kann; 2018 möchte Pebako mit den Bauarbeiten beginnen.

Parallel dazu plant das Unternehmen den Bau von drei Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen in der Unterstadt zwischen Klemmbach und Hauptstraße. Auch hier gibt es zu Größe und Ausgestaltung des Projekts noch keine genaueren Informationen, der Startschuss für die Bauarbeiten soll ebenfalls im kommenden Jahr fallen.

Quelle: Badische Zeitung Müllheim, Autor & Foto: Alexander Huber, 01.09.2017